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21.08.2010 | 17.00
Detmolder Residenzlauf
Rede des 1. Vorsitzenden, Martin Köller, bei der JHV 2008 | Drucken |
Montag, 3. März 2008

(Als PDF herunterladen) 

Aufgrund der jungen Mitglieder, die heute bei uns sind, möchte ich in meinem Bericht nicht im Einzelnen auf die sportlichen Ereignisse des vergangenen Jahres eingehen. Dazu gleich mehr bei den Berichten aus den Abteilungen. Auch unser VfL Kurier informierte wieder umfangreich   über die Aktivitäten in den einzelnen Abteilungen. NOCH. Aber dazu später.

Dennoch gibt es einiges, worüber wir uns im Vorstand Gedanken machen.

Jugendarbeit in den Vereinen oder Vorbeugen statt wegsperren.

In den letzten Monaten, gerade vor den Landtagswahlen in Hessen konnte man sie wieder hören. Welche meinen, die Jugendarbeit erfunden zu haben und die jedes, noch so sensibles Thema für ihren Wahlkampf ausschlachten.

Gibt es wirklich Politiker, die darüber nachdenken, Kinder ins Gefängnis zu stecken? Sind wir wirklich wieder so weit, dass wir alles, womit wir nicht fertig werden, wegsperren wollen? 

Damit ich hier nicht falsch verstanden werde. Wir können und werden Gewalt, in welcher  Form auch immer, nicht tolerieren.  Auch ich sehe, dass die Hemmschwelle zur Gewalt abnimmt und die Brutalität zugenommen hat. 

Aber was kann man tun? Hilft als einzige Abschreckung der „Knast" oder gibt es Möglichkeiten, schon früh auf die spätere „Karriere" eines Schlägers einzuwirken? 

Meine Frau ist seit über 20 Jahren Leiterin eines kirchlichen Kindergartens. Ich bin dort oft zu Gast und kann beobachten, dass Kinder aller Einkommensschichten und Religionen friedlich miteinander spielen und lernen. 

Ein Mensch wird nicht als Schläger oder Verbrecher geboren.  Er entwickelt sich dazu. 

Ich kann und will hier nicht auf die vielfältigen Umstände eingehen, warum ein Jugendlicher sich in diese Richtung entwickelt, dafür gibt es Experten und die unterschiedlichsten Meinungen zu diesem Thema. 

Aber immer wieder fällt der Begriff Integration. Nur mir ist nicht klar, was gerade die Politiker darunter verstehen. 

Liebe Sportfreunde, meine Damen und Herren, nach meinem Verständnis heißt Integration behutsames Einfügen in etwas Bestehendes.

Integration beschreibt einen dynamischen, lange andauernden und sehr differenzierten Prozess des Zusammenfügens und Zusammenwachsens. 

Und wer unterstützt diesen Prozess ehrenamtlich in unserer Gesellschaft? 

Einen großen Anteil an erfolgreicher Integration haben da doch wohl unumstritten, die Sportvereine mit ihren ehrenamtlichen Trainern und Betreuern. 

Sport bedeutet auch unterordnen, Disziplin, Akzeptieren des Anderen, aber auch der Abbau von Aggressionen durch Leistung und Erfolgserlebnisse, sowie den Umgang mit Niederlagen. 

All das wird in einem langjährigen Prozess in den Sportvereinen vermittelt. 

Als Beispiel der Weg vom Minikicker bis zum Seniorenspieler beim Fußball oder Handball.

Der Jugendliche hat in den Jahren die unterschiedlichsten Trainer und Betreuer erlebt und musste sich immer wieder auf andere Mitspieler einstellen. Wer diesen Weg geht, ist auch gerüstet für Schule und Beruf. Denn gefragt ist heute gerade bei den Bewerbungen zur Ausbildung neben den schulischen Noten , Toleranz und Teamfähigkeit. 

Ich bin selbst jahrelang Trainer der B- und A-Jugend im Fußball und habe so manchen „Pflegefall" erlebt.  Es gab vor Jahren mal eine A-Jugend in Hiddesen, die bestand aus fünf Nationen. 

Da gab es auch Reibereien und „Hahnenkämpfe", aber sie haben sich durch den gemeinsamen Erfolg zusammengerauft und sich gegenseitig „erzogen".

Zu den meisten habe ich noch Kontakt, vier spielen in unseren eigenen Seniorenmannschaften und zwei von ihnen spielen sogar in der Bezirksliga.  Und meines Wissens haben sie alle einen Beruf oder gehen einer geregelten Arbeit nach. 

42% oder über 600 unserer Mitglieder im VFL sind Jugendliche unter 18 Jahren. Das ist das eigentlich entscheidende. Wir können nicht sagen oder hochrechnen, wie viele von ihnen nicht straffällig werden, weil sie im Verein sind. Aber wir können sagen, dass wir alles dafür tun, damit sie nicht straffällig werden. 

Das nenne ich Integration. Das ist der Dienst, den die Sportvereine der Gesellschaft in der heutigen Zeit erweisen.  Das ist vorbeugen statt wegsperren. 

Noch drei Zitate zum Schluss des Themas: 

SPD-Bundestagsabgeordneten Ute Kumpf:

Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft „Bürgerschaftliches Engagement",  hob anlässlich eines Kongresses die Bedeutung des organisierten Sports hervor: „Die Sportvereine spielen bei der Integration von Kindern und Jugendlichen aus Migrantenfamilien eine herausragende Rolle." Weiter sagte sie, dass „Integrationsarbeit Beziehungsarbeit" sei und die Aufgabe der Politik, „die Vereine bei dieser Beziehungsarbeit zu unterstützen."

(26.11.2007) - Das Programm „Integration durch Sport" des Deutschen Olympischen Sportbundes hat sich im Rahmen des 6. Stuttgarter Sportkongresses präsentiert. Bei der dreitätigen Veranstaltung vor über 1.000 Vertretern aus Vereinen und Verbänden brachte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble das umfangreiche Angebot des Kongresses wie folgt auf den Punkt: „Sport ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält."

Prof. Dr. Jürgen Baur, Leiter des Arbeitsbereiches Sportsoziologie an der Universität Potsdam im Interview:

Die Arbeit von Sportvereinen bei der Integration, kann man gar nicht hoch genug einschätzen."

Diese drei Zitate werde ich ohne Kommentar lassen. Ich denke, sie sprechen für sich selber und jeder sollte sich mal Gedanken machen, wie und in welcher Form die Sportvereine mit ihren vielen ehrenamtlichen Helfern, Unterstützung von der Politik erhalten.

VfL Kurier 40. Ausgabe und dann das Ende?

Jedes Mitglied in unserem VfL Hiddesen freut sich im jedem Herbst auf die neue Ausgabe von unserem Vereinsheft, dem VfL Kurier. Und das schon seit über 30 Jahren. 

Doch nun ist mit der 40. Ausgabe in diesem Jahr Schluss.  Seit Jahren mahnen uns die Redakteure an, dass sie Nachwuchs oder zumindest Hilfe brauchen. Keine Resonanz.  Sie warten auf Leserbriefe, ob voller Lob oder Kritik. Nichts. Wir nehmen es als selbstverständlich hin, dass der Kurier wie jedes Jahr erscheint. Jetzt ist der Vorstand, aber auch die Mitglieder gefragt, wie geht es weiter? Kann der VfL Kurier weiter existieren? Der Vorstand bittet um Anregungen und Vorschläge. Der VfL Kurier darf nicht sterben.

Schule Kleinspielfeld

Zum Projekt Sportplatzrenovierung am Bent ist inzwischen ein weiteres hinzugekommen. Der VfL hatte sich beim DFB um ein Kunstrasenkleinspielfeld (Bolzplatz) beworben und den Zuschlag erhalten. Nach vorheriger Abstimmung mit der Grundschule Hiddesen ist beabsichtigt, dieses Kleinspielfeld (ca. 20 x 13 m) der Grundschule zur Verfügung zu stellen. Es könnte auf dem Schulhof errichtet werden und dort vormittags von der Schule für Pausengestaltung und Schulsport genutzt werden. Am Nachmittag steht es außerhalb der Trainingszeiten des VfL allen Kindern und Jugendlichen zu Nutzung zur Verfügung.

Die Kosten für das Spielfeld als solches übernimmt zu 100 % der DFB. Die Vorarbeiten, insbesondere die Vorbereitung des Untergrundes o. ä. will die Grundschule Hiddesen, bzw. der Förderverein tragen. Angestrebt ist eine Fertigstellung in den Sommerferien.

Verlegung und Renovierung der Sportplatzanlage am Bent

Wie ihr wisst, beabsichtigt der VfL Hiddesen eine Erweiterung des Sportplatzes am Bent. Der Rasenplatz soll in Richtung Straße verschoben werden und um einen kleinen Kunstrasenplatz mit Flutlicht ergänzt werden.

Zwischenzeitlich wurde eine Baugenehmigung erteilt, so dass wir nun in der Lage sind, mit einer konkreten, umsetzungsfähigen Planung an Sponsoren heranzutreten.

Der VfL beabsichtigt den Bau selbst, bzw. durch Spenden zu finanzieren. Das heißt auch, dass ein Baubeginn erst bei gesicherter Finanzierung erfolgen wird. Dieses Konzept wurde auch bereits bei der Erweiterung des Sporthauses erfolgreich umgesetzt.

Zu unserem Projekt „Verlegung und Renovierung der Sportplatzanlage am Bent" nun weitere Ausführungen von unserem Vereinsmitglied Joachim Lukas.

(Vortrag Joachim Lukas)

Joachim ist Architekt, seit der ersten Stunde mit dabei und hat die Pläne sowie den Bauantrag formuliert und bei der Stadt Detmold eingereicht. Und, liebe Sportfreunde, das alle kostenlos.

Joachim, vielen Dank für diesen Einsatz. Wir möchten uns jetzt, auch im Namen unserer Mitglieder für die vielen Stunden Arbeit die du schon in unser Projekt investiert hast, mit einem kleinen Präsent danken.

Nur kurz jetzt noch zu weiteren  Aktivitäten, um nach der Genehmigung  auch eine schnelle Realisierung des Projektes zu erreichen.

Es werden zwei Ausschüsse gebildet. Der eine Ausschuss befasst sich mit der Planung und Durchführung der Baumaßnahmen, dem auch Joachim Lukas angehört.

Der andere Ausschuss kümmert sich um die Finanzierung unseres Projektes.

Es versteht sich von selbst, dass die beiden Ausschüssen eng zusammenarbeiten.

Der VfL Hiddesen wird das gesamte Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Detmold und den zuständigen Fachbereichen durchführen.

Ich möchte hier nochmals betonen, erst wenn die Finanzierung zu 100% steht, werden wir mit dem Umbau beginnen.

Da der Vorstand und die Ausschüsse bei der Vorbereitung und Umsetzung jede Unterstützung gebrauchen können‚ bitten wir unsere Mitglieder, uns bei diesem Projekt tatkräftig zu unterstützen. Sei es bei der Einbringung von Eigenleistung, Bereitstellung von Geräten oder beim Sammeln von Spenden. Wir sind für jede Hilfe dankbar.

Denn die Anlage ist nicht nur für unsere Fußballer, sondern sie kann von jeder Abteilung genutzt werden.

Gelungen ist im vergangenen Jahr der Umbau der Sporthalle im Vorbruch. In Zusammenwirken mit Stefan Fromme, dem Leiter der Grundschule, wurde die Stadt Detmold überzeugt, dass die Halle einen neuen Boden braucht und die Umkleidekabinen und die Duschen dringend der Renovierung bedürfen. Die Baumaßnahmen wurden Anfang Oktober abgeschlossen und wir danken der Stadt Detmold für die Planung und Finanzierung der Maßnahmen.

Ein sportlicher Höhepunkt war das schon traditionelle Benefiz-Fußballspiel der  LIP- VIPS gegen die Handballer des Bundesligisten TBV Lemgo. Unterstützt durch ehemalige Fußball-Bundesligaspielern wurde es leider wieder nichts mit einem Sieg der LIP-VIPs.

Verantwortlich für die Organisation und Durchführung war wie jedes Jahr die Volksbank Detmold. Vielen Dank noch mal für die großzügige Spende für unser Projekt „Sportplatz".

Besonders erwähnen möchte ich hier noch, das vom Team um Dirk Leckeband und Uwe Tietz veranstaltete Sportfest auf dem Bent im vergangenen Jahr. Dem Team ist es hervorragend gelungen, mit einem abwechslungsreichen Programm über acht Tage unseren VfL darzustellen.

Aber der Besuch. Liebe Sportfreunde, wenn sich Mitglieder unseres Vereins diese Mühe machen, ein Sportfest über acht Tage zu Planen und zu Organisieren ist das aller Ehren wert.

Aber der größte Dank für die Arbeit ist ein Besuch der Veranstaltungen. Und das war bedauerlicher Weise nicht der Fall. Ich weiß nicht woran es liegt, am Programm konnte es nicht liegen. Ist es Desinteresse, sind wir alle Veranstaltungsmüde? Schreibt einen Brief an den VfL Kurier und sagt uns eure Meinung dazu.

Ich möchte mich hier nochmals herzlich bei den Beiden und ihrem Team für dieses Sportfest bedanken.

Im vergangenen Jahr fand auch wieder ein „Klönnachmittag" für ältere Mitglieder im Sporthaus statt. Der Ältestenrat hat sich im Vorfeld wieder sehr engagiert und wurde mit vielen Anmeldungen belohnt. Vielleicht kann einer vom Ältestenrat nachher noch kurz darüber berichten.

Im abgelaufenen Jahr 2007 hat uns die Stadt Detmold den Rasenplatz am Bent wieder kostenlos zu Verfügung gestellt. Dafür dem Rat und der Verwaltung der Stadt Detmold unseren herzlichen Dank.

Auch unserem Platzwart Kurt Hanebaum und seiner Frau Manuela, möchte ich hier für die Pflege des Sporthauses und unseres Rasenplatzes herzlich danken. 

Über das sonstige Geschehen in unserem Verein informiert wieder ausführlich und umfangreich der VfL-Kurier in seiner 39. Ausgabe. 

Den Redakteuren, Uwe Wegener, Uwe Tietz und Udo Wendt, sowie dem freien Mitarbeiter der Redaktion, Dirk Leckeband, gilt unser herzlicher Dank, denn sie haben wieder viele Stunden Zeit geopfert, um den Kurier in so beeindruckender Weise erscheinen zu lassen. 

Ein „Dankeschön" geht an alle Abteilungsleiter, Übungsleiter, Schiedsrichter und Betreuer für ihre geleistete Arbeit. Durch euren Einsatz in den Abteilungen, Mannschaften und Gruppen werden die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung unseres Vereins geschaffen. 

Ich möchte hier auch die Gelegenheit nutzen, einen Dank an meine Vorstandskollegen auszusprechen. Die Zusammenarbeit im vergangen Jahr war jederzeit hervorragend. Sie standen mir mit Rat und Tat zur Seite und ich konnte mich jederzeit auf sie verlassen.
 
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